Hauptversammlung: transtec mit neuer Führung
Neue Produkte und klare Strategien gegen negativen BranchentrendTübingen/Stuttgart, 20. Juni 2002.
Die transtec AG, Tübingen, hat ihren Aktionären auf der Hauptversammlung den neuen Vorstandsvorsitzenden des IT-Systemherstellers vorgestellt. Dieter Weißhaar folgt dem Firmengründer Bernhard Bruscha nach, der nun Vorsitzender des Aufsichtsrates ist. Bruscha, der gleichzeitig mit rund 67 Prozent größter Aktionär des Unternehmens ist, werde nun als aktiver Kontrolleur und Berater der Aktiengesellschaft zur Verfügung stehen. „Nach 22 Jahren an der Spitze der transtec AG und der nun gelungenen Repositionierung ist der Zeitpunkt für diesen Schritt jetzt richtig“, so Bruscha.
Dieter Weißhaar präsentierte den Aktionären auf der Hauptversammlung seine Strategie für die Zukunft: Konzentration auf komplexe, hochmargige Systeme für große und mittelständische Firmenkunden. Reduzierung des hochvolumigen Vertriebsgeschäftes. Nach Angaben von Weißhaar seien beispielsweise bei komplexen Server-Lösungen und Speicher-Systemen die Wachstumsaussichten in den nächsten Jahren attraktiv, transtec werde hier sein Angebot an entsprechenden Produkten deutlich ausweiten.
Angesichts der schlechten allgemeinen Konjunktur und der damit verbundenen geringen Investitionstätigkeit habe die transtec AG rechtzeitig begonnen, die Kostenstrukturen anzupassen. Weißhaar: „Wir befinden uns trotz des schlechten Umfeldes im Rahmen der Planungen und streben in diesem Jahr ein ausgeglichenes Ergebnis an.“ Vor dem Hintergrund der mit rund 50 Prozent Eigenkapitalquote äußerst soliden Finanzsituation bezeichnete der neue Vorstandsvorsitzende den Aktienkurs des Unternehmens als unterbewertet. „Ein Kurs von 5 Euro bei 6,77 Euro Buchwert pro Aktie kann uns nicht zufrieden stellen. Wir werden künftig aktiver und deutlicher gegenüber dem Kapitalmarkt unsere Stärken kommunizieren“, kündigte Weißhaar an.